CRM und Warenwirtschaft clever kombinieren
Veröffentlicht: 24. Juni 2026
Die Integration für eine 360-Grad-Sicht
Ein digitales Warenwirtschaftssystem und Customer-Relationship-Management sind wichtige Säulen der Digitalisierung im Mittelstand. Indem Sie beide Systeme kombinieren, entfalten Sie das volle Potential der Möglichkeiten. Erfahren Sie hier, wie Sie CRM und Warenwirtschaftssystem anbinden, welche Synergien sich ergeben und wie Sie mit Gedys ganz einfach Ihr WaWi- oder ERP-System um eine CRM-Lösung erweitern.
Das Wichtigste in Kürze
Erklärung von Warenwirtschaftssystem: Ein Warenwirtschaftssystem ist ein Tool, um den Waren- und Materialfluss im Unternehmen zu steuern.
Warenwirtschaftssystem und CRM haben viele Berührungspunkte, fokussieren aber unterschiedliche Bereiche. Eine Kombination beider Systeme bringt viele Synergien und ist über Schnittstellen problemlos möglich.
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Kernpunkte
- Das Warenwirtschaftssystem fokussiert Verkauf, Wareneingang, Logistik und Faktura.
- Unternehmen, welche CRM und Warenwirtschaft kombinieren, bieten besseren Service und pflegen engere Kundenbeziehungen.
- Zentrale Datenverwaltung ist entscheidend für effiziente Abläufe, ein ERP-System mit CRM ist die umfassendste Lösung
Was ist ein Warenwirtschaftssystem?
Das Warenwirtschaftssystem (kurz WWS oder WaWi) ist eine Softwarelösung, um Waren- und Materialfluss im Unternehmen zu visualisieren und zu verwalten. Sie überwachen damit zum Beispiel den Warenbestand im Lagern, steuern die Produktion, prüfen den Verkauf und managen den Einkauf. Dafür integriert das WaWi-System typische Funktionen wie Bestandsführung, Auftragsabwicklung und Lieferantenverwaltung. Viele Lösungen umfassen außerdem ein Rechnungsmodul, sodass Sie Bestellungen vollständig aus dem Warenwirtschaftssystem abwickeln. Ziele der digitalen Warenwirtschaft sind eine effiziente Logistik, kostenoptimierte Lagerhaltung und optimale Verfügbarkeit.
Was ist CRM?
CRM heißt Customer Relation Management, auf Deutsch Kundenbeziehungsmanagement. Das CRM-System ist die Software-Lösung, um diese Beziehungen zu verwalten. Ihre Funktionen reichen vom Kontaktmanagement, also der Erfassung und Pflege der Kundendaten, bis zu fortschrittlichen Modulen wie KI-gestützter Datenanalyse. Das CRM-System soll Kundenbindungen stärken, personalisiertes Marketing ermöglichen und die Effizienz im Vertrieb steigern.
Unterschied CRM und Warenwirtschaft
Warenwirtschaft und CRM sind beides wichtige Werkzeuge der Digitalisierung für mehr Effizienz und steigende Umsätze – damit haben sie eine wichtige Gemeinsamkeit. Ansonsten gibt es zahlreiche Unterschiede zwischen CRM und WaWi.
Fokus
WWS bezieht sich auf Waren und Material
CRM bezieht sich auf Kundenbeziehungen
Kernfunktionen
WWS: Einkauf, Lager, Bestellungen, Faktura
CRM: Leadmanagement, Marketing, Kontaktmanagement
Nutzende
CRM: Vertrieb, Marketing, Kundenservice
WWS: Einkauf, Produktion, Logistik, Buchhaltung
Adressverwaltung im WWS vs. Kundenbeziehungsmanagement
Gelegentlich ist davon zu lesen, dass Warenwirtschaftssysteme mit CRM ausgestattet sind. In der Regel ist damit die Adressverwaltung gemeint. Tatsächlich sind meistens grundlegende Kundendaten wie Adresse, Kontakte (Mail, Telefon) und eventuell Ansprechpersonen hinterlegt. Diese lassen sich mit grundlegenden Funktionen filtern. Darüber hinaus bieten die meisten Warenwirtschaftssysteme im Unterschied zur CRM-Software jedoch keine weiterführenden Features an und unterstützen Sie nicht bei zukunftsweisenden Trends wie Personalisierung, KI-Datenauswertung und Marketing Automation. Genau das sind jedoch die Tools und Instrumente, mit denen Sie eine einzigartige Customer Journey schaffen. Insofern bieten WaWi-Systeme in der Regel kein echtes Kundenbeziehungsmanagement an.
Warenwirtschaftssystem und CRM kombinieren:
Der Schlüssel für 360-Grad-Kundensicht
CRM und WWS fokussieren unterschiedliche Bereiche, verwalten aber beide wichtige Daten, welche sich gegenseitig gut ergänzen. Daher ist es absolut sinnvoll, CRM und Warenwirtschaftssystem zu kombinieren. Das ist meistens völlig unkompliziert möglich. Gedys bietet dafür diverse Schnittstellen und Integrationen für Drittanbieter-Tools.
Ein großer Vorteil der Kombination CRM mit Warenwirtschaft ist der Synergieeffekt. Der Vertrieb sieht dann nicht nur, über welchen Kanal der Kundenkontakt entstanden ist und welche personalisierten Angebote erstellt wurden. Er sieht durch die Anbindung an das WWS auch, wie oft der Kunde einkauft, welchen Umsatz Ihr Unternehmen generiert hat und wie weit die jüngste Bestellung zurückliegt. So ergibt sich ein 360-Grad-Kundenbild, das sich perfekt für Vertrieb und Marketing nutzen lässt. Darüber hinaus gibt es weitere Vorteile durch CRM mit Wawi.
Darüber hinaus profitieren Sie von einem entscheidenden strategischen Vorteil. Relevante Informationen, etwa operative Kennzahlen wie Umsatz und Lagerbestand und kundenorientierte KPIs wie Zufriedenheit, lassen sich mühelos für einheitliche Analysen heranziehen. Das ermöglicht bessere, datenbasierte Entscheidungen im Vertrieb und der Geschäftsführung.
CRM und WaWi: Beispiel aus der Praxis
Wie sieht die Kombination von Warenwirtschaftssystem mit CRM in der Praxis aus? Das folgende Beispiel veranschaulicht die Synergien und wie Unternehmen die Integration intelligent umsetzen.
Die EcoVRP GmbH stellt Sondermaschinen für die Verpackungsindustrie her und vertreibt diese international. Der Vertrieb erkannte, dass der Wettbewerb immer häufiger personalisierte und individualisierte Angebote einsetzt. Das Unternehmen hat sich dazu entschieden, CRM und WaWi zu kombinieren, um das Alleinstellungsmerkmal individuell angepasster Sondermaschinen bestmöglich kommunizieren zu können und proaktiv Kundenwünsche zu erkennen. Vom Lead bis zum umsatzfördernden Upsell sind es seither nur weniger Schritte, die reibungslos ineinandergreifen.
4. Kundenservice
Wenn es nach der Auslieferung Serviceanliegen gibt, hat die Abteilung Zugriff auf alle Daten und kann zum Beispiel Ersatzteile direkt aus dem Lager anfordern.
5. Upsell
Die Daten aus CRM und Warenwirtschaft lassen sich weiterführend für Analysen nutzen. Wer benötigt welche Ersatzteile, wo ist zusätzlicher Service ein lukratives Geschäft? Solche Potentiale bleiben zukünftig nicht mehr ungenutzt.
1. Leaderfassung im CRM
Über die Website, auf einer Messe oder per Telefon, Kontaktanfragen werden direkt im CRM-System erfasst, häufig automatisch.
2. Angebotserstellung
Der Vertrieb nutzt die Daten aus dem CRM-System, um ein individuelles Angebot zu erstellen. Lieferzeiten, Preise liegen dank der WaWi-Schnittstelle barrierefrei vor.
3. Auftragsabwicklung
Nach Auftragseingang wird der Status automatisch im CRM aktualisiert. Der Vertrieb behält jederzeit den Überblick, in welchem Status sich der Auftrag befindet – zum Beispiel, ob der Versand schon geplant ist.
Die Kombination von Warenwirtschaftssystem und CRM-Software hat für das Unternehmen zahlreiche Vorteile:
- Mehr Umsatz durch Cross- und Upselling
- Weniger Arbeitsaufwand durch automatisierte Prozesse und einheitliche Datenpflege
- Reibungslose Abläufe durch konsistente Nutzung einer zentralen Anwendung über alle Abteilungen hinweg
- Datengetriebene Entscheidungen ermöglichen profitable Angebote
- Engere Kundenbindung durch hervorragenden Kundenservice und personalisierte Kommunikation
Warenwirtschaftssystem als Teil des ERP-Systems
Insellösung oder ganzheitlicher Ansatz? Viele Unternehmen entscheiden sich dazu, die Warenwirtschaft als Modul ihres ERP-Systems zu verwenden. Moderne ERP-Lösungen wie die Business Application Suite von Proalpha umfassen Funktionen eines klassischen WWS ergänzt um weitere Features, zum Beispiel Buchhaltung und Controlling. Mit einer Integration CRM und ERP schaffen Sie den umfassendsten Blick auf Ihre Prozesse, Kundenbeziehungen und Umsatzpotentiale.
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